Zu Erlebnisgeschenken gibt es einiges zu sagen. Was ist eigentlich ein Geschenk? Juristisch gesehen ist das Geschenk eine freiwillige Übertragung von Eigentum an einen anderen, ohne dafür eine Gegenleistung zu verlangen. Doch die Juristen oder besser gesagt der Staat geht noch weiter. Der Beschenkte muss das Geschenk auch noch annehmen. Dann aber ist ein Vertrag zustande gekommen, ein Schenkungsvertrag. Auch wenn sich die beiden „Vertragspartner“ dessen überhaupt nicht bewusst sind, können sich aus der Schenkung noch weitere Folgen ergeben.

Eine kann beispielsweise sein, dass das Finanzamt, wenn es von dem Geschenk Kenntnis erhält, es bewertet und vom Beschenkten Schenkungssteuer verlangt. Natürlich gibt es Freibeträge, und die üblichen Weihnachts- oder Geburtstagsgeschenke liegen weit darunter, so dass man sich in diesen Fällen keine Gedanken machen muss. Aber wer ein Grundstück oder Haus verschenkt oder jemand einen größeren Geldbetrag zuwendet, sollte sich schon erkundigen, ob Derartiges drohen kann. Schließlich gibt es ja Mittel und Wege, um unterhalb der maßgeblichen Grenzen zu bleiben. Gerne gesehen sind hier einfach Erlebnisgeschenk, wie Heli fliegen, oder Dinner in the Dark etc.

Ein Geschenk jeglicher Art bsp. ein Erlebnisgeschenk st auch nicht immer erlaubt. So dürfen Beamte und andere Dienstkräfte des Staates keine Geschenke annehmen. Wenn der Steuerprüfer erscheint, darf man ihm keinen Laptop schenken. Das wäre kein Geschenk allgemein, sondern ein Bestechungsversuch, der negative Folgen haben kann. Dagegen darf man ihn durchaus mit einer Tasse Kaffee oder einem Glas Wasser bewirten. Das sind Annehmlichkeiten, deren Annahme ihm gestattet ist.

Für Erlebnisgeschenke gibt es noch eine Regel, die es zu beachten gilt. Das kommt in dem Grundsatz zum Ausdruck dass geschenkt eben geschenkt ist und das Geschenkte nicht mehr zurückgefordert werden kann. Allerdings gibt es Ausnahmen. Wer sich beschenken lässt und anschließend dem Schenker nach dem Leben trachtet, weil es ihm zu wenig erscheint, kann wegen grobem Undank das Geschenkte auch wieder herausgeben müssen.

Erlebnisgeschenke erfolgen aus den unterschiedlichsten Anlässen. Sie können, müssen aber nicht mit der Erwartung eines Gegengeschenkes verbunden sein. Man muss den Beschenkten noch nicht einmal kennen. Wer eine Spende an eine wohltätige Organisation leistet, schenkt damit ihm unbekannten Menschen Hilfe in der Not.
Erlebnisgeschenkekönnen aber auch zur Verschwendung führen. Wer absichtlich sein Vermögen verschenkt und dann hilfsbedürftig wird, hat nicht unbedingt etwas Gutes getan. Daher achten Sie immer darauf wem Sie Erlebnisgeschenke schenken, jedoch anhand des Trends sieht man deutlich das immer mehr Personen Erlebnisgeschenke suchen und diese verschenken.