Während die Ostergeschenke in Vergessenheit geraten, nehmen die Valentinstagsgeschenke an Bedeutung zu. Vor dem zweiten Weltkrieg war der Valentinstag, der 14. Februar, in Deutschland nahezu unbekannt. Erst danach wurde der Valentinsbrauch von amerikanischen Soldaten nach Deutschland gebracht und so hierzulande bekannt. Seitdem ist er, nicht zuletzt durch die Werbung der Blumen- und Süßwarenindustrie, zu einem festen Bestandteil deutscher Kultur geworden.
Historisch wird der Valentinstag mit dem Bischof Valentin von Terni in Zusammenhang gebracht. Der Bischof soll im dritten Jahrhundert nach Christus Verliebte christlich getraut haben, darunter auch Soldaten, die eigentlich nicht heiraten durften. Zudem soll er die Paare mit Blumen aus seinem Garten beschenkt haben. Am 14. Februar 269 starb er den Märtyrertod.

Heute ist der Valentinstag und damit das Valentinstagsgeschenk ein willkommener Geschäftsanlass für Floristen und die Süsswarenindustrie. Im Blick haben sie vor allem die jungen Kunden. Der Valentinstag ist für viele ein willkommener Anlass, um der Angebeteten oder dem Angebeteten mit einem Valentinstagsgeschenk näher zu kommen. Ob es Erfolg hat, wird man später sehen. Man darf das nicht so ernst nehmen. Es kann durchaus sein, dass
besonders beliebte Mädchen mit Valentinstagsgeschenken überhäuft werden und andere leer ausgehen und keine Geschenke erhalten. Doch hat sich manche graue Maus schon als treues Eheweib entpuppt.
Solche Valentinstagsgeschenke sind in erster Linie Blumen. Wer rote Rosen zu anzüglich findet – schließlich kann man ja auch noch nicht sicher sein, ob die Angebetete auch wirklich so ist, wie man sich das vorstellt -, der wählt eben eine der zahlreichen anderen Blumen. Längst kommen diese um diese Zeit nicht aus dem eigenen Garten oder Gewächshaus, sondern werden aus südlichen Ländern eingeflogen.

Neben den Blumen als Valentinstagsgeschenk sind es vor allem Süßwaren, die speziell zu diesem Tag mit entsprechender Dekoration hergestellt werden. Auch andere Industriezweige wie etwa die Parfümindustrie hängen sich gerne an diesen Trend an. Nicht zuletzt zählen zu den Valentinstagsgeschenken auch die zahlreichen Grußkarten,
die es aus diesem Anlass gibt.
Andere Länder, andere Sitten. In England kann man mit einem Gedicht als Valentinstagsgeschenk rechnen, oder auch mit einem Liebesbrief. In Japan beschenken Frauen Ehemänner, männliche Kollegen und die Chefs mit Schokolade. Einen Monat später ist es dann umgekehrt. Jetzt dürfen sie weiße Schokolade als Gegengeschenk erwarten. In Finnland bleiben die Geschenke anonym, und in Italien ist oft ein Vorhängeschloss im Spiel, wenn sich Liebespaare am Valentinstag treffen.