Weihnachtsgeschenke für den Freund? Das ist eine erst in neuerer Zeit aufgekommener Brauch. Zwar war Weihnachten schon immer ein Anlass für Geschenke. Doch erst in Zeiten des Wohlstandes wird der Kreis derer, die man beschenken zu müssen meint, größer. Deshalb gibt es heute auch Weihnachtsgeschenke für den Freund.
Ein anderer Aspekt ist allerdings, wenn man den Freund der Tochter als Vorstufe zur Verlobung ansieht. Dann kann der Freund eventuell schon in der Familie eingeführt sein. Je nach den Gegebenheiten kann es dann auch sein, dass er auch während der Bescherung am Weihnachtsabend anwesend ist. Da ist es nur logisch, dass man auch an ein Weihnachtsgeschenk für den Freund denken muss.
Drei unterschiedliche Situationen sind beim Weihnachtsgeschenk für den Freund zu bedenken. Im ersten Fall, von Freund zu Freund, dürfte das Weihnachtsgeschenk für den Freund dem entsprechen, was man sich unter Freunden auch zu anderen Anlässen schenkt.
Im zweiten Fall ist zunächst die Tochter gefragt, die ein Weihnachtsgeschenk für den Freund aussuchen muss. Wenn sie hofft, dass er endlich mit dem lange ersehnten Verlobungsring als Weihnachtsgeschenk ankommt, dann muss auch sie sich entsprechend revanchieren. Schließlich sind heutzutage die jungen Leute in diesem Alter mit entsprechenden Geldmitteln versorgt. Soll sie sichergehen und selbst den Verlobungsring für den Freund besorgen? Das ist heute im Zeitalter der Emanzipation nicht mehr unmöglich. Traditionelle Weihnachtsgeschenke für den Freund sind aber eher ein Kleidungsstück, eine CD oder DVD oder auch etwas Besonderes zum Konsumieren.
Der dritte Fall richtet sich danach, wie ernst man denn den Freund nehmen muss. Wenn man noch per "Sie" ist, wird das Geschenk für den Freund unpersönlicher sein wie im anderen Fall. Es kommt ja auch darauf an, ob dies das erste Mal oder der erste Freund ist. In jedem Falle haben die Eltern aber die Möglichkeit, die Tochter nach den Wünschen und Vorlieben des Freundes zu fragen. Und sie können mit dem Weihnachtsgeschenk für den Freund diesen "durch die Blume" wissen lassen, ob mehr willkommen ist.